Die „Woche der Seelischen Gesundheit“ findet jedes Jahr rund um den internationalen Tag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober statt. Eine Woche lang sind Bürger und Bürgerinnen in Berlin und bundesweit eingeladen, die vielfältigen ambulanten und stationären Angebote der psychiatrischen und psychosozialen Einrichtungen in ihrer Umgebung zu erkunden. Ziel aller Veranstaltungen ist es, über psychische Krankheiten aufzuklären, Hilfs- und Therapieangebote aufzuzeigen und die Diskussion anzuregen. Ob Vorträge, Workshops, Schnupperkurse, Fachtagungen oder Kunstaustellungen – alle Veranstaltungen tragen dazu bei, Berührungsängste abzubauen und vor allem Betroffene sowie deren Angehörige einzubinden.

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit initiiert und organisiert seit 10 Jahren die „Berliner Woche der Seelischen Gesundheit“. Als 2007 verschiedene Berliner Partner des Aktionsbündnisses rund um den internationalen Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober verschiedene Events planten, entstand die Idee, diese Veranstaltungen im Rahmen einer „Berliner Woche der Seelischen Gesundheit“ zusammen zu führen. Mit den Jahren konnten dafür weitere Kooperationspartner gewonnen werden und der Veranstaltungskalender wuchs in Berlin stetig auf inzwischen rund 200 Veranstaltungen.

Seit 2010 ruft das Aktionsbündnis jährlich auch Deutschlandweit zur „Bundesweiten Woche der Seelischen Gesundheit“ auf. Viele Einrichtungen und Initiativen nutzen die Veranstaltungen, Aktionstage- und wochen, um sich zum Thema Seelische Gesundheit zu präsentieren. Das Aktionsbündnis steht dabei inhaltlich mit seinem weitreichenden bundesweiten Experten-Netzwerk sowie allgemeinen Info-Materialien zur Seite und koordiniert einen bundesweiten Online-Veranstaltungskalender. Mittlerweile beteiligten sich rund 50 Regionen und Städte mit rund 800 Veranstaltungen.

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine bundesweite Initiative, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit. Zu den rund 80 Mitgliedsorganisationen zählen die Selbsthilfeverbände der Betroffenen und Angehörigen von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie Verbände aus den Bereichen Psychiatrie, Gesundheitsförderung und Politik. Initiiert wurde das Bündnis 2006 von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit Open the doors als Partner des internationalen Antistigma-Programms. Es wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert.