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Seelische Erkrankungen: Jede zweite Frau und jeder dritte Mann ist betroffen.

1. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit vom 8. bis 14. Oktober 2007 informiert über Ursachen und Therapien der Erkrankungen

Nervosität, Angst, Depressionen, Sucht - seelische Erkrankungen, die in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden. Die Zahlen sind erschreckend: Jede zweite Frau und jeder dritte Mann in der Bundesrepublik erkrankt im Laufe des Lebens an einer psychischen Störung. Allein knapp sieben Millionen Menschen leiden bundesweit an Angststörungen.

Ärzte, Sozialarbeiter und Therapeuten aus 60 Berliner Einrichtungen wollen in der Zeit vom 8. bis 14. Oktober 2007 über die noch immer tabuisierten Erkrankungen bei der 1. Berliner Woche der seelischen Gesundheit unter Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters aufklären.

Download Pressemittielung pm07-05-woche-der-seelischen-gesundheit-alexius.pdf (58.35 KB)

Psychische Erkrankungen führen zu wiederkehrenden Beeinträchtigungen und damit zu lange andauernden Behinderungen des Lebens. Für die betroffenen Menschen verursachen sie erhebliches Leid und Minderung der Lebensqualität. Sie verheimlichen ihre Erkrankung und gehen oft-mals sehr spät zu einem Arzt. Grund ist, dass Menschen mit psychischen Störungen aufgrund mangelnden Verständnisses in der Gesellschaft ausgegrenzt und stigmatisiert werden.

Doch damit nicht genug: Psychische Erkrankungen werden oft zu spät oder gar nicht erkannt und diagnostiziert. „Dies verbaut die Chance, durch frühe, gezielte Maßnahmen eine manifeste Erkrankung zu verhindern oder deren Verlauf günstiger zu gestalten”, sagt Dr. Iris Hauth, Ärztliche Direktorin des St. Joseph-Krankenhauses Berlin-Weißensee, die Mitinitiatorin der 1. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit ist.

Ausschlaggebend war nach Aussage von Dr. Hauth die "Europäische ministerielle WHO-Konferenz für psychische Gesundheit", die einen europäischen Aktionsplan zur Verbesserung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung initiiert hat.

„Die Berliner Einrichtungen fühlen sich in der Pflicht, dafür einen Beitrag zu leisten”, so die Fachärztin für Psychiatrie  und Psychotherapie. Vor diesem Hintergrund wollen die acht Initiatoren, unter denen die Berliner Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie der Gesellschaften der Alexianerbrüder vertreten sind, in der 1. Woche der Seelischen Gesundheit die Berliner Bürgerinnen und Bürger für das Thema psychische Gesundheit sensibilisieren, über Möglichkeiten der Prä-vention psychischer Erkrankungen und Wege der Behandlung und Therapie informieren. Mehr als 60 Berliner Einrichtungen und Initiativen stellen sich vor und bieten ihre Angebote von Beratung über Diagnostik und Therapie, Wohn- und Beschäftigungshilfen an.

Eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema Depressionen findet am Freitag, den 12. Oktober, im Rahmen der Veranstaltung Berlin Brain 2007 in der Urania mit Vorträgen von ausgezeichneten Experten der Charité Mitte und den Krankenhäusern der Gesellschaften der Alexianerbrüder statt.

Initiatoren:

  • Aktionsbündnis Seelische Gesundheit
  • Aktionsgemeinschaft Körper und Seele (AGKS)
  • Berliner Bündnis gegen Depression
  • Berliner Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie der Gesellschaften der Alexianerbrüder
  • Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker (BApK)
  • Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)
  • Portamed
  • Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz