Unterstützen Sie die Aktionswoche 2020!

JETZT SPENDEN

JETZT SPENDEN

Mario Czaja, Senator für Gesundheit und SozialesLiebe Berlinerinnen und Berliner,

die Woche der seelischen Gesundheit findet nun bereits zum achten Mal statt.

Erfreulicherweise sind die vielfältigen Veranstaltungen dazu in denvergangenen Jahren auf immer größere Resonanz gestoßen. Dabei wurden dieunterschiedlichsten Schwerpunkte gesetzt. Immer aber war es unser gemeinsamesZiel, der Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungenentgegenzuwirken.

Nach heutigen Erkenntnissen erkranken im Laufe eines Jahres rund 30 % der Bevölkerungan einer psychischen Störung. Rund 40 % der Bevölkerung werden sogar im Laufeihres Lebens an einer behandlungsbedürftigen psychische Erkrankung leiden.Diese Zahlen verdeutlichen die Brisanz des Themas. Wir können alle durch einepsychische Erkrankung betroffen werden. Sie belastet nicht nur die Erkranktenselbst, sondern hat gravierende Auswirkungen auf die Familie, den Freundeskreis,die Nachbarschaft und natürlich das berufliche Umfeld.

Das diesjährige Motto lautet: "Psychisch krank und mittendrin?!". Esbeschreibt aus meiner Sicht gut, wo wir stehen. Das Ausrufezeichen sagt, dasswir schon viel erreicht haben. Wir haben in Berlin ein regionalesVersorgungssystem, das weitestgehend eine ambulante Versorgung von Betroffenenin ihrem angestammten und vertrauten Wohnumfeld ermöglicht. Eine Versorgungeben mitten im Kiez, im Leben, die eine Ausgrenzung möglichst abwehrt.

Andererseits mahnt das Fragezeichen, uns und unser Umfeld immer wieder zu prüfen,in unserer Arbeit, aber auch in unseren persönlichen Beziehungen. Wie nehmenwir eine psychiatrische Erkrankung wahr? Empfinden wir sie selbst noch alsStigma? Wo fehlen noch Bausteine im Versorgungssystem?

Wir sind hier auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ende angekommen.Daher brauchen wir diese besondere Woche im Oktober. Im Rahmen der 8. BerlinerWoche der seelischen Gesundheit vom 9. bis zum 19. Oktober 2014 werden auch indiesem Jahr weit über 150 Workshops, Fachgespräche, Kunstausstellungen,Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden.

Den Beteiligten wünsche ich dabei viel Erfolg, eine große öffentlicheResonanz und allen Besucherinnen und Besuchern interessante und erkenntnisreicheVeranstaltungen.

Ihr

Mario Czaja,
Senator für Gesundheit und Soziales